Foto: Dietmar Mathis

Wo es glitzert, will Chantal Dorn hin!

Nebst einer erfolgreichen Karriere als Moderatorin und Schauspielerin widmet sich Chantal Dorn nun wieder der Musik. Das Soloalbum steht bereits in den Startlöchern und wir durften sie dazu interviewen. 

Spätestens nach ihrem fulminanten Auftritt bei „The Voice of Germany" im Jahr 2018 dürfte Chantal Dorn vielen Fernsehzuschauer*innen bekannt sein. Dass die Powerfrau aber schon vor 2018 sehr erfolgreich in der Entertainment- und TV-Branche unterwegs war, wissen womöglich nicht sehr viele.

Tatsächlich wusste Chantal bereits im zarten Kindesalter, dass sie in die Glitzerwelt des Showbiz gehört. So kam sie ziemlich schnell von ihrem Studium in die Redaktion des ORF, wechselte dann zum privaten Radiosender Antenne Vorarlberg, schnupperte Theaterluft und bekam sogar eine Rolle in der Sat1-Serie „Anna und die Liebe". Doch die Schauspielerei alleine füllt die talentierte Österreicherin nicht aus, schließlich ist auch die Musik ein steter Begleiter von ihr. So hat sie sich entschlossen, ein erstes Solo-Album in Angriff zu nehmen. Dieses heißt „Feuerfest" und wird am 16. April 2021 Premiere feiern. Zu diesem Anlass haben wir die Möglichkeit gehabt, der Künstlerin ein wenig auf den Zahn zu fühlen.

Schlager Experten (SE): Du sagst, dass die Musik eine feste Konstante in deinem Leben ist. Wie hat sich das vor deiner musikalischen Karriere geäußert?

Chantal Dorn (CD): Das fing schon im Kindesalter an. Ich war immer ein sehr verschlossenes Kind. Aber sobald ein Film mit Fred Astaire und Ginger Rogers oder Shirley Temple im Fernsehen lief, vergaß ich die Welt um mich. Es war eine Art Magie, der ich mich nicht entziehen konnte. Also versuchte ich diese Leinwandstars immer vor dem Spiegel meines Waschtisches nachzuahmen. Das löste ein unglaubliches Glücksgefühl in mir aus, weil ich mich dabei so frei fühlte. Für mich war schon als Vierjährige klar: „Da wo es glitzert, will ich hin."

SE: Gibt es Künstler oder Musikrichtungen, die dich inspirieren?

CD: Ich muss gestehen, mein Musikgeschmack ist breit gefächert. Und der reicht von Rock über Pop, bis hin zu Soul, Jazz, Singer-Songwriter oder House. Inspiration finde ich sozusagen in allen Stilrichtungen. Ich halte zum Beispiel Norah Jones oder Melody Gardot für ganz großartige Künstlerinnen. Ich liebe Amy Winehouse (starb 2011). Ebenso einen Robert Plant (ehem. Frontman von Led Zeppelin). Allesamt großartige Musiker mit Wiedererkennungswert. Ich liebe aber auch einen Herbert Grönemeyer, eine Ina Müller oder Element of Crime. Da ist nichts Aufgesetztes. Das sind Künstler, mit denen man gerne mal auf ein Glas Wein ausgehen möchte.

SE: Einer, der seit so ziemlich der ersten Stunde an deiner Seite ist und derzeit auch an deinem Soloalbum mitwirkt, ist Produzent Oliver Pinelli. Wie ist diese langjährige Zusammenarbeit zustande gekommen?

CD: Oliver und ich kennen uns seit rund zwölf Jahren. Damals wohnte ich in Berlin und hatte gerade „Anna und die Liebe" abgedreht. Bei Aufnahmen in einem Tonstudio in Kreuzberg lernten wir uns dann kennen.

SE: Woraus ist die Idee zu deiner Solokarriere entstanden?

CD: Oliver hatte damals schon die Idee eines gemeinsamen Projekts. Doch irgendwie schien aufgrund unserer unterschiedlichen beruflichen Verpflichtungen nie der richtige Zeitpunkt, die Sache anzugehen. Bis ich dann 2018 bei „The Voice of Germany" auftrat und mit dem ersten „Dreier Steal Deal", der je in der Geschichte von TVOG vergeben worden war, Schlagzeilen machte. Die BILD schrieb damals: „Coaches zoffen sich um Chantal". Ich musste echt schmunzeln, als ich das las und dachte: „Mensch, da musst du über 50 werden, damit sich Leute um dich streiten." Da bekam ich wieder Lust darauf, eigene Songs zu schreiben. Anfang des Jahres rief ich dann Oliver an. Kurz darauf ging es mit der Studioarbeit los.

SE: Das kommende Album „Feuerfest" ist ein sehr persönliches Album mit vielen Lieblingsstücken. Gibt es darunter trotzdem ein Lied, das dir besonders am Herzen liegt?

CD: Ja, Schlafwandler. Es ist meiner Tochter gewidmet, die mit viereinhalb Jahren durch ein tragisches Unglück starb. Von daher wohl das persönlichste Lied auf dem Album.

SE: Wenn ich richtig informiert bin, so befinden sich auf dem Album „Feuerfest" auch ein paar ältere Lieder von dir. Wieso haben es gerade diese Songs auch auf dein Soloalbum geschafft?

CD: Weil sie inhaltlich zeitlos sind. Klar, wir haben sie zum Teil ein bisschen anders arrangiert, weil die Songs doch einige Jahre in der Schublade lagen. Aber die Lieder nicht auf das Album zu nehmen, wäre aus meiner Sicht falsch gewesen. Es sind ja trotzdem neue Songs.

SE: Du sagst, dass du stetig in Bewegung bist. Hast du denn schon neue Projekte im Auge?

CD: Ich schreibe bereits an den nächsten Songs. In erster Linie konzentriere ich mich jetzt mal auf die bevorstehenden Live Gigs und die Album Veröffentlichung am 16. April, zu der ein Stream geplant ist.

SE: Du bist trotz der Schicksalsschläge, die dir widerfahren sind, ein sehr positiver und hoch motivierter Mensch. Hast du zum Abschluss des Interviews noch einen Ratschlag oder ein Motto, dass du deinen Fans und den Leser*innen mit auf den Weg geben möchtest?

CD: Steck dir Ziele. Sei mutig und stark. Glaub an dich. Versuche deine Träume zu leben. Lerne mit Niederlagen umzugehen, sie gehören zum Leben. Sei leidenschaftlich. Vor allem aber, sei glücklich.

SE: Vielen Dank für dieses angenehme Interview!