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Na dann, gute Nacht!

Gestern lief die erstmals Die Quarantäne WG auf RTL. Trotz großer Namen wie Günther Jauch, Thomas Gottschalk und Oliver Pocher kam dieses einstündige Live-Format nie so richtig in Fahrt. Das hatte gleich mehrere Gründe.

Das hochdekorierte Moderatoren-Trio wirkte schlapp und unvorbereitet. Gerade Gottschalk und Pocher, die für ihren spontanen Witz bekannt sind, wirkten irgendwie teilnahmslos. Da hätte man die Sendung auch gleich „Kranken-Akte 2020" nennen können.

Dazu spielte die Technik nicht immer mit. Die drei Moderatoren sind per Video-Chat miteinander verbunden und im Laufe der Zeit werden weitere Gäste dazugeschaltet. Hier kam es bei Gästen zum Teil zu Bild- oder Tonaussetzern. Manchmal hatte man das Gefühl, einige der Protagonisten hätten auch verzögerte Übertragungen, sodass sie sich dadurch regelmäßig ins Wort fielen.

Hin und wieder wurden dann auch Zuschauerfragen eingeblendet, was allerdings nicht primärer Bestandteil der Sendung war. Vielmehr war es ein besserer Kaffeeklatsch ohne nennenswerten Mehrwert für die Zuschauer. Daran konnte auch eine zugeschaltete Ärztin (keine Virologin) nichts ändern. Essenz des Gesprächs: Gute Laune kann nie schaden.

Spätestens als Sänger Max Giesinger aus seiner Zuschaltung dann eine Werbeveranstaltung in eigener Sache machte, war der Drops gelutscht. Insgesamt hätten wir uns doch ein besseres Konzept für dieses Format gewünscht, denn die Impro-Geschichte hat auf diese Weise nicht funktioniert. Die Idee Unterhaltung mit dem ernsten Thema-Corona-Virus zu paaren hätte durchaus klappen können. In diesem Fall ist es leider nicht gelungen und wertvolle Sendezeit zur Prime Time verschenkt worden. Wir sind gespannt wie lange Die Quarantäne WG noch existiert...