Foto: Sandra Ludewig / www.rosenberg.de

Knaller-News für Marianne Rosenberg

Für die Schlagerwelt gehört die Koryphäe Marianne Rosenberg schon zu den Besten der Besten. Doch jetzt findet die talentierte Dame auch in einem ganz anderen Musik-Magazin Erwähnung.

Marianne Rosenberg ist seit den 70er Jahren DIE Grande Dame der deutschen Musikszene. Bereits mit ihrer Debütsingle „Mr. Paul McCartney" landete sie einen unvergleichlichen Hit. In den ersten neun Jahren ihrer Karriere brachte Marianne 17 Alben heraus und ihre Songs „Er gehört zu mir" und „Ich bin wie du" sind vielen, egal ob Jung oder Alt, auch heute noch ein Begriff. Dass die Sängerin bei solchen Erfolgen natürlich nicht mehr aus den Köpfen der Schlagerfans wegzudenken ist, brauchen wir eigentlich nicht zu erwähnen.

Bei einem Blick in andere Musikrichtungen und deren spezifischen Magazinen kam nun etwas ganz Erstaunliches zum Vorschein: Marianne Rosenberg belegt in den persönlichen Jahresalbumcharts des „Rolling Stone"-Redakteurs Jens Balzer die Nummer 1. Das Genre-Magazin „Rolling Stone" hat sich auf die Pop-und Rockkultur spezialisiert, Schlagermusik findet darin also eigentlich gar keine Erwähnung.

Bis jetzt! Als die Redakteure des Magazins nämlich ihre Top 20 Alben des Jahres 2020 aufzählen sollten, überraschte Jens Balzer mit seiner Auflistung, denn er hat Marianne Rosenbergs Album „Im Namen der Liebe" mit in seine persönliche Top 20 gepackt. Aber nicht nur mittendrin oder gar auf den hinteren Plätzen, sondern ganz vorne auf dem ersten Platz.

Da liegt die Vermutung natürlich nahe, ob sich der Redakteur hier nicht einen kleinen Scherz erlaubt hat, doch in einem Interview mit dem Radiosender Radio Eins bestätigt Balzer noch einmal seine Entscheidung:

[…] tatsächlich gab es noch eine ganz tolle Disco-Platte aus Deutschland, auch ein Comeback – einer Künstlerin, die wie keine andere mit der schwulen Emanzipation hierzulande in den Siebzigern verbunden ist; die hat später alle möglichen anderen musikalischen Pfade eingeschlagen, aber jetzt ein strahlendes Album aufgenommen, das den historischen Bogen von der klassischen Disco sogar nochmal zurückschlägt zum Philly-Sound von Gamble und Huff, also den unmittelbaren Disco-Vorläufern. Tolle Streicher, tolle Beats, und immer noch die gleiche butterweiche Stimme wie 1975."

Da fehlen uns vor Begeisterung die Worte. Wir freuen uns riesig, dass Marianne Rosenberg für ihr Werk auch von genrefremden Musik-Kenner*innen Anerkennung erhält.