Foto: Franz Schepers

JAN&JASCHA – Das neue Musiker-Duo

Sie kennen sich schon seit ihrer frühesten Kindheit und so lange haben sie auch schon Musik gemacht – Die Rede ist von dem Musiker-Duo JAN&JASCHA, das nach sechs Jahren der gemeinsamen Musikkarriere nun endlich richtig durchstarten will.  

Am besten geht das natürlich mit einem Album und so sind die beiden Solinger voller Vorfreude auf den 29. Mai 2020, denn dann soll ihre Debütplatte „Liebes Leben!" mit 14 aus den Leben gegriffenen Songs erscheinen. Aus diesem Anlass haben wir mit Jan Hauke und Jascha Welzel ein Interview geführt, um ein wenig mehr über die beiden, ihre Musik und ihre bisherigen Erlebnisse zu erfahren.

Schlagerexperten: War euch schon immer klar, dass ihr Musik machend als Duo auftreten wollt?

JAN&JASCHA: Wir haben bereits in der zweiten Klasse gemeinsam Musik gemacht und auch schon in der Grundschule angefangen eigene Songs zu schreiben. Damals haben wir sicher noch nicht weit in die Zukunft gedacht, aber im Laufe der Zeit wurde uns immer klarer, dass Musik nicht nur ein Hobby, sondern eine Berufung für uns ist.
Wir haben in den vielen Jahren öfters Bands gegründet, aber vor circa sechs Jahren haben wir uns dafür entschieden, nur noch als Duo Musik zu machen, da wir beide uns blind verstehen und dieselbe Vorstellung von Musik haben. Wir haben also eigentlich schon in der Grundschule intuitiv genauso Musik gemacht, wie wir es lieben und es heute auch wieder machen – als Duo.

SE: Wieso habt ihr euch erst jetzt für euer erstes Album entschieden? Schließlich seid ihr ja schon sehr lange musikalisch unterwegs.

J&J: Ein Album zu veröffentlichen ist oft ein langer Weg, vom ersten Songwriting bis hin zur Suche nach den richtigen Partnern für die Veröffentlichung etc. Eine große Rolle hat aber auch gespielt, dass wir erst seit ein paar Jahren das Gefühl haben, dass alles perfekt zusammen passt. Dass wir als Duo die Konstellation gefunden haben, die perfekt zu uns passt. Und dass jetzt der Moment gekommen ist, an dem wir den Menschen unsere Songs nicht nur live, sondern auch als Album präsentieren möchten.

SE: Gab es schon einmal Momente, in denen ihr an eurer Musik gezweifelt habt?

J&J: Wir sind auf jeden Fall unsere größten Kritiker und immer stellen wir uns selbst und unsere Songs infrage, versuchen alles immer noch etwas besser zu machen. Wir haben aber tatsächlich nie daran gezweifelt, dass neben unseren Familien, die Musik immer die größte Rolle in unserem Leben spielen würde. Denn auch in Lebensphasen, in denen es einem von uns mal nicht so gut ging, war es doch immer auch die Musik, die uns geholfen hat, positiv nach vorne zu schauen.

SE: In eurem Album „Liebes Leben!" steckt ganz viel Liebe, aber gibt es den ein oder anderen Song, der euch besonders am Herzen liegt?

J&J: Ganz besonders am Herzen liegt uns der Song „Gute Reise", den wir Jaschas verstorbenem Großvater gewidmet haben. Er war sein Leben lang Musiker und das größte Vorbild für Jascha. Und auch Jan hat ihn, durch die lange Freundschaft mit Jascha, oft getroffen und war immer begeistert von dessen musikalischer Kreativität und Schaffenskraft, die er noch bis über sein 90. Lebensjahr hinaus, tagtäglich ausgelebt hat.

SE: Was ist für eure weitere Zukunft geplant?

J&J: Wir sind beide keine Menschen, die sich 5- oder 10-Jahrespläne zulegen und abarbeiten. Wir wollen auch in Zukunft einfach jeden Tag aufs Neue genießen, indem wir so viel Musik wie möglich machen. Dabei hoffen wir natürlich auf viele weitere Auftritte und schöne Begegnungen mit den Menschen, die unsere Begeisterung für Musik teilen.

SE: Habt ihr musikalische Vorbilder, die euch und euren Sound geprägt haben?

J&J: Wir haben in unserem Leben schon die unterschiedlichste Musik gehört, wir haben uns nie auf ein Genre festgelegt. Ob Pop, Schlager, Irish Folk oder Country, immer wieder haben wir Songs entdeckt, die uns begeistert haben. Das Resultat daraus ist, dass auch wir uns in unserem eigenen Stil nie ganz festgelegt haben. Wir probieren gerne verschiedenste Instrumente aus, die wir in unsere Songs einbauen, von Banjo über Irish Bouzouki, hin zu Klavier und Akkordeon. Daher könnten wir vermutlich seitenweise Musiker aufzählen, die uns bis heute geprägt haben, aber am Ende war es vielleicht die Mischung aus allem, die uns am meisten geprägt hat.

SE: Was war die schönste Live-Erfahrung, die ihr erlebt habt?

J&J: Wir haben fünf OpenAir Konzerte für die Kelly Family eröffnen dürfen und ganz besonders haben wir das erste Konzert auf der Loreley in Erinnerung. Die Loreley ist eine wunderschöne Freilichtbühne hoch über dem Rhein. Wir hatten beide wahnsinniges Lampenfieber, weil wir zum ersten Mal vor über 10.000 Menschen auftreten durften. Wir zwei vor so einer riesigen Menschenmenge, da hatten wir schon ganz schön weiche Knie. Da die Kelly Family normalerweise nicht mit einer Vorband tourt, wussten wir auch nicht, wie das Publikum reagieren würde. Aber die Stimmung war vom ersten Song an unglaublich, wir wurden wahnsinnig freundlich von den Kelly-Fans empfangen, wir haben sofort gemeinsam gesungen. Das war wirklich sehr beeindruckend und dafür sind wir sehr dankbar.

SE: Gibt es auch eine besondere Erfahrung, die ihr mit euren Fans verbindet?

J&J: Unsere Fans und auch die Zuhörer, die uns zum ersten Mal live sehen, begeistern uns immer wieder. Wenn wir auf Konzerten gemeinsam unsere Songs singen, wenn wir Nachrichten bekommen, dass ihnen unser Song „Gute Reise" bei dem Verlust eines geliebten Menschen etwas Trost gespendet hat. All das sind die Momente, in denen wir merken, dass wir zwar nur zu zweit auf der Bühne stehen, aber in Wirklichkeit eine riesengroße Gemeinschaft mit unseren Fans sind.

SE: Vielen Dank für eure Offenheit! Wir freuen uns schon auf euer Debütalbum und hoffen, dass eure Fans euch bald wieder live erleben dürfen!