Foto: NDR / Zlatimir Arakliev

Deutschland hat seinen ESC-Vertreter

Vor einigen Wochen haben wir euch von den möglichen deutschen Vertretern für den Eurovision Song Contest berichtet, der am 16. Mai 2020 sein großes Finale in Rotterdam hat. Jetzt steht endlich fest, wer genügend Punkte für Deutschland holen soll.

Der 22-jährige Ben Dolic, der vielen aus der Casting-Show „The Voice of Germany" 2018 bekannt sein sollte, konnte in einem mehrstufigen Auswahlverfahren zwei unabhängige Jurys von sich und seinem Song „Violent Thing" überzeugen.

Mit Benjamin „Ben" Dolic geht für Deutschland ein junger talentierter Künstler an den Start, dessen musikalische Karriere bereits im zarten Alter von 12 Jahren begann und für den der ESC kein unbeschriebenes Blatt mehr ist. Er ist nicht nur ein absoluter Fan des ESCs und fiebert Jahr für Jahr mit den Teilnehmern mit, sondern nahm selbst als Mitglied der Band D Base am slowenischen ESC-Vorentscheid 2016 teil.  

Das Erfolgsrezept von Ben Dolic

Für den ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber liegt Ben Dolic' Erfolg einerseits an seiner glasklaren und gefühlvollen Stimme, andererseits liegt es an demhohen Anspruch, den Dolic an sich selbst stellt.„Wir freuen uns sehr, dass er nun für Deutschland antritt, und ich bin mir sicher, dass er schnell die deutschen und auch die europäischen Fans für sich gewinnen wird."

Es gibt aber noch weitaus mehr, was dem deutschen ESC-Kandidaten eine Top-Platzierung beim ESC garantieren könnte. Sein Song „Violent Thing" wurde von dem österreichisch-bulgarischen Produzenten und Songwriter Bors Milanov verfasst. Boris Milanov und sein Musiklabel Symphonix sind bekannt dafür, hauptsächlich aufstrebende Talente zu fördern. Viele seiner Kompositionen waren auch beim Eurovision Song Contest vertreten und erreichten dort in den vergangenen Jahren sieben Top 10 Platzierungen. Wie Thomas Schreiber vom ARD ist auch Milanov von Ben Dolic und seiner Stimme überzeugt. In einem Interview mit dem NDR sagte er: „[Seine] einzigartige und wiedererkennbare Stimme hat mich gleich an seine musikalischen Vorbilder erinnert. Er muss den Vergleich mit Pop-Giganten wie Justin Timberlake oder Michael Jackson nicht scheuen."

Bleiben wir kurz bei dem Vergleich mit Justin Timberlake, so hat der gebürtige Slowene noch ein Ass im Ärmel. Seine Bühnenshow für das ESC-Finale in Rotterdam wird derzeit von dem US-amerikanischen Star-Choreograf Marty Kudelka inszeniert. Kudelka hat über Jahre hinweg die extravaganten und energiegeladenen Tanzshows von eben jenem Pop-Giganten entwickelt, mit dem Ben Dolic unter anderem verglichen wird. Für zwei dieser Shows wurde der Choreograf sogar mit dem MTV Video Music Award ausgezeichnet.

Das klingt wahrlich nach einem guten Erfolgsrezept. Wir sind gespannt, wie sich der Newcomer aus „The Voice of Germany" beim großen ESC-Finale in Rotterdam schlagen wird.

Das Erste, ONE und eurovision.de übertragen das Finale live ab 21.00 Uhr. Die Halbfinale werden am 12. und 14. Mai live jeweils ab 21.00 Uhr auf ONE und eurovision.de gesendet.