Foto: Franz Schepers

Gesegnet und Verflucht

Nino de Angelo

Morgen, am 26. Februar 2021, ist es endlich so weit und Nino de Angelo präsentiert mit „Gesegnet und Verflucht" sein mittlerweile siebzehntes Album. „Gesegnet und Verflucht" ist ein herrlich ehrlicher Longplayer, deren dreizehn Balladen von Ninos eigenen Erfahrungen handeln und der vor allem durch seinen ungewohnt rauen und rockigen Sound auffällt. Dabei geht er erstaunlich hart mit sich selbst ins Gericht, denn der 57-Jährige hat bereits so einige Fehler in seinem Leben begangen. So machte er in den vergangenen Jahren immer mehr mit privaten Angelegenheiten auf sich aufmerksam als letztlich mit seiner Musik.

Der Titeltrack „Gesegnet und Verflucht" thematisiert beispielsweise seinen stetigen inneren Kampf, einerseits den damaligen Erfolg zu genießen, andererseits aber nicht in der Lage sein zu können, daran jemals wieder anzuknüpfen. Als Schlüsselereignis sieht der Künstler hier definitiv seinen Erfolgshit „Jenseits von Eden", welcher ihn über Nacht an die Spitze der Charts beförderte und ihm zu unerwartetem Erfolg verhalf:

Nach ‚Jenseits von Eden' ging die Talfahrt eigentlich los. […] Ich habe mich auf meinen Lorbeeren ausgeruht, denn ich wusste: Ich bin ein begnadeter Sänger. Eigentlich war ich eine faule Sau."

Entsprechend ist es nicht verwunderlich, dass sich zusätzlich auch eine neue Version von eben diesem Song auf seinem neuen Album befindet. 

Foto: Franz Schepers

Darüber hinaus dürfen wir uns natürlich auch über den Song „Die Zeit heilt keine Wunden" freuen, den der Sänger mit italienischen Wurzeln erst kürzlich als weitere Singleauskopplung veröffentlicht hat und welcher von einem tragischen Ereignis in seinem engen Freundeskreis erzählt. Zudem findet sich mit „Der Panther" auch eine musikalische Version des gleichnamigen Rilke-Gedichts auf „Gesegnet und Verflucht". Darauf freuen wir uns persönlich am meisten, schließlich ist dieser Song eines der beiden Duette, die sich auf dem Longplayer befinden.

Bei so viel Ehrlichkeit und Eigenkritik kann Nino de Angelos Album doch nur ein Erfolg werden.  

Tracklist:

  1. Sag es meinem Herzen bitte nicht
  2. Gesegnet und Verflucht
  3. Zeit heilt keine Wunden
  4. Equilibrium
  5. Angel Lost in Paradise (feat. Scarlet Dorn)
  6. Ich bin dein Vampir
  7. Romeo & Juliet
  8. Der Panther (feat. Chris Harms)
  9. Sonnenkind
  10. Colonia
  11. Brennender Engel
  12. Denn wir wissen nicht was wir tun
  13. Jenseits von Eden 

Der gefeierte „Jenseits von Eden"-Interpret Nino de Angelo hat schon so einige Höhen und Tiefen in seinem bewegten Leben durchlaufen. Diese verarbeitet er nun in seinem neuen, deutlich düstereren Album.