Foto: Christian Barz

Seelenrausch

Nik P.

Der Kärntner Nik P. ist zusammen mit seiner Band schon etliche Jahre dick im Musikgeschäft und konnte sich so schon seit 2008 mit mehreren Alben in seiner Heimat in den oberen TOP Ten der Albumcharts platzieren. 2017 tätigte Nikolaus Presnik, wie der Sänger mit gebürtigem Namen heißt, dann den nächsten Schritt und startete mit seinem Album „Ohne Wenn und Aber" seine Karriere als Solist.

Das war eine weise Entscheidung, denn neben einer Goldauszeichnung und dem ersten Platz in den österreichischen Albumcharts gelang es ihm auch erstmals sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland die Top 20 zu knacken. Einen ähnlichen Ansturm auf die Charts erwarten seine Fans nun auch von dem brandneuen Longplayer „Seelenrausch", den Nik nach einer vierjährigen kreativen Schaffenspause am 2. Juli 2021 auf den Markt bringt und mit dem er seinen Umzug zum neuen Label Electrola / Universal feiert.

Die Pause hat Nik aber nicht nur genutzt, um sein Album fertigzustellen. In den letzten Jahren hat sich der Künstler stärker denn je mit den politischen, sozialen und gesellschaftlichen Geschehnissen in der Welt beschäftigt. Die Erkenntnisse, Meinungen und Befürchtungen, die er daraus gezogen hat, ließ er letztlich auch in sein komplettes Album „Seelenrausch" einfließen. 

Foto: Christian Barz

Wer jetzt aber denkt, dass auf dem Longplayer ein trauriger Song den nächsten jagt, täuscht sich. Mit den vierzehn ausdrucksstarken Songs gewährt uns Nik P. nicht nur einen ungeschönten Einblick in seine Seele, sondern beweist uns auch einmal mehr, dass er es versteht, ernste Themen anzusprechen und diese mit der passenden musikalischen Untermalung mit einer Leichtigkeit herüberzubringen. Ein sehr gutes Beispiel dafür ist die Hymne „Da um zu leben", mit der er die katastrophale Ausbeutung der Erde thematisiert:

Wir sind auf der Welt, um zu leben – und was tun wir? Wir zerstören unsere Erde. Das Lied ist ein Statement, sich darauf zu besinnen, warum wir eigentlich hier sind."

Nicht minder ergreifend ist auch der Song „Manche sterben jung". Dieser ist eine Hommage an begabte Künstler, wie beispielsweise Elvis Presley, John Lennon, Amy Winehouse und Falco, die allesamt zu früh von uns gegangen sind. Andererseits ist es auch ein Appell an uns, das endliche Leben zu genießen, auch wenn es oftmals nicht einfach ist, das Leben als solches richtig zu verstehen.

Egal, welchen der vierzehn liebevoll ausgewählten, vertonten und vertexteten Lieder man sich zu Gemüte führt, jedes Mal gibt es Themen zum Nachdenken, die uns dank der musikalischen Leichtigkeit aber nie zu erdrücken drohen. 

Tracklist:

  1. Wer teilt die Farben aus
  2. Da um zu leben
  3. Seite an Seite
  4. Die Sterne stehen gut
  5. Du bist noch immer hier
  6. Der Clochard
  7. Weil du liebst wie du lebst
  8. Kann ich der Mann sein von dem du träumst
  9. Es kann das Größte sein
  10. Mit dir schlafen
  11. Das Meer, der Wind und du
  12. Himeereis und One Night Stands
  13. Deine Art
  14. Manche sterben jung

Musik ist bekanntlich Balsam für die Seele! Der österreichische Sänger Nik P. macht sich das zunutze und versetzt seine Fans in einen regelrechten Seelenrausch.